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6. Juni 2017

Das Leben ist schön! Neue Utopien für Deutschland, Europa und die Welt

Schöner teilen!

Früher war alles besser: der Himmel war blau, Vatti auch. Alle waren glücklich (oder sahen zumindest so aus) und ritten nackt auf Einhörnern dem Sonnenuntergang entgegen. Man hatte noch Träume. Man wollte etwas verändern. Aufstehen! Tanzen! Twist and Shout! Und was ist dann passiert?

Die SPD, die den Arbeiter von der Knechtschaft befreien und in die Freiheit führen wollte, die Linke mit ihrem wunderbaren Traum von einer friedlichen Revolution, die Grünen Biolatschen und Müsli für Alle. Irgendwie schon immer schräg aber nun gut. Und dann, irgendwann, so circa um Willy Brandt herum, blieb die politische Gesellschaftsentwicklung plötzliche stehen. Totale Stagnation. Stillstand.

Die Schallplatte wurde gewechselt und anstelle von „Twist and Shout“ konnte man jetzt überall „Paint it Black“ aus den Lautsprechern plärren hören. (Anm. des Autors: diese Beispiele spiegeln nicht den persönliches Musikgeschmack des Autors wieder.)

Der Himmel verdunkelte sich. Der Ton änderte sich. Und auf einmal hatten die Menschen Angst.

Wo früher Träume, Visionen und Utopien für Deutschland, Europa und die Welt entwickelt wurden, entschloss sich die erlauchte, politische Führungselite dazu, ihre Träume tief im Garten zu verbuddeln, in der Ruhr zu versenken, sie zu ersticken mit Veggidays, Bienensterben und Nichtraucherkneipen.

Der Himmel verdunkelte sich. Der Ton änderte sich. Und auf einmal hatten die Menschen Angst. Angst vor dem Jahrtausendwechsel, Angst vor der Globalisierung, dem technischen Fortschritt, Angst vor Flüchtlingen, vor der Klimakatastrophe, vor erhöhtem Cholesterin, vor Fleischkonsum und vor ihrem eigenen Leben.

Ein gelungener Schachzug! So machte man viele Menschen oberflächlich sehr zu frieden. Anscheinend macht die politische Führung ja doch vieles richtig, denn die meisten dieser Katastrophen blieben ja bekanntlich aus. Ein Verdienst von Mutti?

Und während die politische Farbpalette sich seit Jahren immer wieder von Wahlkampf zu Wahlkampf hangelt, servieren sie mittlerweile alle den gleichen Eintopf. Die Einen mit Eisbein, die andern mit Tofuwürstchen oder nem Klecks Senf. Aber es bleibt ein Gemüsedurcheinander. Und zwar Ommas Gemüsedurcheinander. Etwas, dass ich sehr gerne ab und an mal esse, aber doch nicht 50 Jahre lang dreimal täglich ohne Aussicht auf eine neues Menü.

Welche der Parteien nimmt die Herausforderung an den rasanten Wandel der Gesellschaft als Chance zu begreifen, den Fortschritt zu gestalten und die Zukunft neu zu denken?

Neue Utopien für Deutschland, Europa und die Welt

Bisher sehe ich nur Retropien. Schön zurück in die Fünfziger: Frau an den Herd und Sonntags in die Kirche. Oder noch zehn Jahre zurück: das gute Deutschland wieder gegen die Bedrohung von aussen abschotten. Oder zurück zu der Ära Willy Brandts. Oder auf den Schoss von Erich. Alternativlose Ansonsten-droht-der-sichere-Tod-Dystopien unserer Gesellschaft. Vielleicht nicht heute, aber morgen ganz bestimmt. Oder übermorgen. Bald auf jeden Fall.

Wir wollen uns der Herausforderung stellen zusammen mit euch neue Utopien für Deutschland, Europa und die Welt zu spinnen, träumen und entwickeln.

Das Leben ist schön! Twist and shout!

#schoenerleben #schönerleben #schöneristanders

Schöner Leben wächst – sei dabei!

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